Freitag, 18. Mai 2012

I'm afraid that I lose what I am

Emotionen: Emotionen helfen Verhalten zu steuern. Durch einfache, schnelle Bewertungsprozesse wird, ohne durchgängige detaillierte kognitive Analyse, mögliches Verhalten vorbereitet und ausgeführt.

Manchmal habe ich das Gefühl wäre man ein wenig unwissender könnte man eine Vielzahl an Dingen mehr genießen. Es macht doch so viel mehr Spaß sich einfach blind zu verlieben, eine Beziehung einzugehen, Spaß daran zu haben anderen zu helfen, ohne darüber nachzudenken, dass das alles beinahe ausschließlich aufgrund ganz einfacher, evolutionstechnisch begründeter, egoistischer Motive passiert.
Es kommt mir so vor als wäre es schon bei meiner Geburt, vielleicht vorher schon bestimmt gewesen, dass ich mich nicht damit zufrieden geben könnte was mir meine Märchenbücher, meine Nachbarn und Familie vorzugeben versuchten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals jemand zu mir kam und mich zwischen zwei Kapseln wählen ließ.
Ich weiß nicht ob das ein Fehler ist, aber die Tatsache, dass alle Träume, die es als schicklich zu haben gilt, bloß Illusionen zu sein scheinen, verlockende Hüllen so simpler, nüchterner, durchschaubarer Inhalte, nimmt den Dingen oftmals den Zauber und mir die pure, ehrliche Freude daran. Der Weg nach der Suche eines Sinns abseits dieser Illusionen ist so schleichend und beschwerlich; manchmal merke ich nicht einmal mehr ob ich stehe oder mich nähere, geschweige denn nach was genau ich suche. Ich denke vielleicht nach etwas was kein Mensch der Welt zu erklären vermag.


Noch ein paar Outfits der letzten Tage:




Denise

PS.: Und ein wundervoller Track von Antinentertainer: Singing with love

Montag, 14. Mai 2012

peace of mine


Ich erblickte das Licht dieser Welt in Gestalt zweier Sechzig Watt-Glühbirnen. Damit es sogleich gesagt sei: ich gehörte zu den hellhörigen Säuglingen, deren geistige Entwicklung schon bei der Geburt abgeschlossen ist und sich fortan nur noch bestätigen muß.
„Ein Junge“, sagte jener Herr Matzerath, der in sich meinen Vater vermutete. „Er wird später einmal das Geschäft übernehmen“. Mama dachte weniger ans Geschäft, mehr an die Ausstattung ihres Sohnes: „Na wußt' ich doch, daß es ein Jungchen ist, auch wenn ich manchmal jesagt hab', es wird ne Marjell.“ So machte ich verfrühte Bekanntschaft mit weiblicher Logik und hörte mir hinterher an: „Wenn der kleine Oskar drei Jahre alt ist, soll er eine Blechtrommel bekommen.“ Äußerlich schreiend und einen Säugling blaurot vortäuschend, kam ich zu dem Entschluß, meines Vaters Vorschlag, also alles, was das Kolonialwarengeschäft betraf, schlankweg abzulehnen, den Wunsch meiner Mama jedoch zu gegebener Zeit, also anläßlich meines dritten Geburtstages, wohlwollend zu prüfen.
Fortan hieß es: An seinem dritten Geburtstag stürzte unser kleiner Oskar die Kellertreppe hinunter, blieb zwar sonst beieinander, nur wachsen wollte er nicht mehr.

Günter Grass (Die Blechtrommel)


Hier ein paar Bilder von meinem Geburtstag, der dieses Jahr recht unspektakulär ausfiel: Warten auf mein Geburtstagpäckchen aus der Heimat, Lerngruppentreffen mit Sekt, Erdbeeren, Schokotörtchen und meinen Kommilitonen in der Sonne, Kochen und Mädelsabend mit meiner lieben Lauren und später ein spontanes Treffen mit all meinen Lieben Berlinern in einer Bar. Die Bilder vom Abend folgen in Kürze, meinen Blumenkranz durftet ihr schon im letzten Post bewundern...


Genau pünktlich zu meinem Geburtstag kam das Eau de Toilette Let's dream von Disney in die Läden. Und weil Nadine weiß wie sehr mich schon allein der Bambiflacon entzückt gab es eben dieses zu meinem Ehrentag und ich liebe es <3


Außerdem bin ich seitdem stolze Besitzerin eines Pandora Monatssteinrings. Ich fand die Ringe schon in der Glamour so schön. Ich trage den Ring wirklich jeden Tag, weil ich den Bergkristall einerseits sehr schlicht und zu allem passend finde und trotzdem ist er dank der Fassung besonders.

 


Mein Glückskeksmotto für den Tag wurde definitiv erfüllt!


Passend zum Parfüm ein super kuscheliger Pulli



Denise

PS.: Hier noch ein Track von Dan Mela, der gute Laune garantiert!

Samstag, 12. Mai 2012

tightrope walker




es gibt wenige menschen die ich nicht mag und es gibt eigentlich keinen den ich so richtig mag. ganz sicher nicht mich. aber wenn es so jemanden gibt, dann bist du es. es ist komisch, dass ich das sage. aber ich verstehe so gut wie du denkst, denke ich, auch wenn du es nicht weißt. ich weiß dass ich alleine bin auf dieser großen welt und es niemanden gibt der das ändern kann. aber wenn du da bist fühle ich mich ein wenig weniger allein. bei dir hört manchmal alles selbstsüchtige und egoistische denken auf und ich sorge mich bloß um das pure du. ich weiß, dass du das alles infantil findest. übertrieben. wahrscheinlich hast du recht; du bist der intelligenteste mensch den ich kenne. aber das stück was ich von dir verstehe, das verstehe ich. du schwebst in der luft, nichts rechts oder links von dir woran du dich festhalten kannst. aber du bist so sicher. für mich ist das alles neu und macht mir manchmal angst; am liebsten würde ich dich fest umklammern, die augen schließen und mich nur für einen moment ausruhen. wenn du weg bist fliege ich weiter; ich stürze nicht ab. es fühlt sich bloß einsam an.


Sonntag, 29. April 2012

Do you want to see the world

Im Moment komme ich kaum hinterher euch von all den Dingen, die ich so erlebe, zu berichten und euch meine ganzen fotografierten Outfits zu zeigen!
Vor einiger Zeit habe ich euch in einem Post die Ohren voll gejammert wie kompliziert es ist mit seinem Exfreund Kontakt zu halten und die meisten von euch kannten das Problem. Zu der Zeit habe ich mich ziemlich mit meinem verkracht. Ein kleiner faux pas der mir unterlaufen ist war, dass ich seinen Geburtstag vergessen habe (und ihn dann an dem Tag unwissend angemeckert habe, dass er keine Zeit hat mit mir einen Kaffee trinken zu gehen :D ) - also habe ich ihm eine Kleinigkeit als „Wiedergutmachung“ mitgebracht als wir uns letztes Wochenende endlich mal wiedergesehen haben und habe es für euch dokumentiert, weil ich sehr stolz auf meinen kreativen Einfall war: 


 
Ich habe im Weinhandel nach einer Holzkiste gefragt und gleich 2 geschenkt bekommen (die andere dient jetzt als Süßigkeitenkiste in meinem Zimmer), sie mit Kaninchenstreu „gepolstert“ und als Kleinigkeit Schokodinkelkekse und einen Papierflieger hineingelegt (beides mit Insider behaftete Utensilien falls ihr euch wundert ;) )

 
und habe das Ganze dann in Packpapier verpackt und mit Zitaten von bekannten Philosophen und den dazugehörigen Bildern beklebt und beschriftet (er studiert Philosophie) und bin nach wie vor sehr überzeugt von der Optik und das obwohl ich auf Glitzer, Blümchen und den restlichen Kitsch verzichtet habe!


Bei dem Outfit wieder mein momentaner Lieblingslook mit Kleidchen und „Bikerjacke“

Ich hoffe ich konnte denjenigen, die beim letzten Post noch in einer ähnlichen Situation waren ein wenig Hoffnung machen, dass sich mit ein wenig Zeit so einiges wieder einrenkt!


Denise

Mittwoch, 25. April 2012

i want a lover i don't have to love

Gestern bin ich in meinem Studienbrief auf einen Abschnitt gestoßen in dem mit Begriffen wie Dissipation, Entropie und Thermodynamik um sich geschmissen wurde. Als ich das Ganze auseinander gefriemelt und verstanden hatte blieb als Kernaussage mehr oder weniger übrig, dass der Organismus nach einem Gleichgewicht und entgegen der Tendenz der „Unordnung“ strebt.
Dies brachte mich abermals, wenn auch nicht lerntechnisch nützlich zum Grübeln. In letzter Zeit habe ich diesen Drang nach Ordnung des öfteren verflucht. Und ich meine damit nicht den Drang das Bad zu putzen oder seine Tasche auszumisten. Sondern mehr dieses Bedürfnis beinahe alles was man erlebt in Kategorien zu ordnen, zu bezeichnen, Dinge zu bewerten, Beziehungen zu klären, „überflüssige“ Bestandteile des Lebens daraus zu verbannen usw. Dieses Prinzip ist so fest in mir verankert, dass es mir beinahe unmöglich ist, so sehr ich es auch will, darauf zu verzichten. Sobald etwas nicht geklärt wird – meistens sofort – dann tritt in mir eine Unruhe auf, die den Gedanken daran einfach mal die Dinge zu sehen und zu nehmen, zu genießen, zu erleben wie sie sind sofort kurzzeitig ausblendet.
In den letzten Wochen hab ich mir darüber viele Gedanken gemacht und dachte es sei vielleicht nur eine Angewohnheit, die ich mir abgewöhnen könnte. Aber vielleicht ist es auch ein unumstößliches physikalisches Gesetz, welches ich aus eigener Willenskraft nicht zu überwinden vermag...


Auf den Fotos seht ihr ein Outfit zu dem ich vor einigen Wochen inspiriert wurde. In dem Musikvideo zu Shyness von Thieves like us werden Filmausschnitte aus „a swedish love story“ gezeigt. Dort kombiniert die damals 15 jährige Ann- Sofie Kylin ein pastellgelbes Minikleid und Ballerinas zu einer Lederjacke. Diesen Look fand ich so toll, dass ich mir gleich in München eine Kunstlederjacke geholt habe und sie seitdem so gerne zu Kleidchen, Spitze und anderen femininen Stoffen und Schnitten trage.




 dress : primark / jacket : zara / shoes : zanon & zago


Denise

Freitag, 20. April 2012

that's what makes my life...

...so fucking fantastic.


Seit gestern bin ich wieder im wunderbaren Berlin. Ich liebe diese Stadt einfach und bin glücklich nach 3 Wochen Abstinenz wieder in meiner eigenen, geliebten Wohnung zu sein. Aber 500 km entfernt von meiner Heimatstadt ist eben halt kein Katzensprung und jedes Mal wenn ich zu Besuch in der Heimat bin wird mir auch schmerzlich bewusst, dass es eben nirgendwo auf der Welt einen Ersatz für meine geliebten Menschen in Wuppertal gibt!
Ich liebe es mit meiner Schwester und Mama Zeit zu verbringen, meinen Papa wiederzusehen und meine 3 kleinen Cousinen, die jedes Mal ums doppelte gewachsen zu sein scheinen und mir immer meine Highheels klauen um damit durchs Haus zu klackern. Es gibt nichts Schöneres als einen gntm-Abend mit meinen Mädels und die Nächte durchzutanzen.
Und letztendlich kann ich auch nirgendwo sonst so sehr ich selbst sein. Als ich nach Berlin kam war ich schließlich erwachsen. Alle Menschen die ich hier kennenlerne studieren, arbeiten, wohnen alleine und kennen mich als "Gleichgesinnte" erwachsene Denise. Aber wenn ich mit alten Schulfreunden unterwegs bin oder mit meiner Familie dann fühlt es sich irgendwie so gut an mal nicht vernünftig zu sein, sondern durch die Gegend zu hüpfen und zu schreien wie zu Zeiten als wir alle noch klein waren. Da kann man einfach stehenbleiben und mal aufhören sich weiterzuentwickeln.


Denise

Dienstag, 10. April 2012

Wattebäuschchen auf dem Dach

Ohne Handy, Inter- und Festnetz war bin seitdem ich in Wuppertal angekommen bin gar nicht dazu gekommen zu posten und will euch jetzt ganz dringend von den Ereignissen der letzten Tage berichten! Angefangen bei den wundervollen Tagen mit Jana in München:


Auf dem alten Peter - DIE Attraktion Münchens schlechthin.. aber für so einen Ausblick lohnten sich die vielen Stufen dann doch!



Ein Wunder, dass wir nach München nicht selbst aussahen wie 2 Brezen ;)



Wenn wir schon nur rumlantern und -bummeln muss ja wenigstens einer Sport machen.


Bambi-Plätzchen backen für Ostern,




Sonnen an der Isar...


...und eine laaange letzte Nacht im P1.
Auch wenn für mich Berlin ganz klar und ohne Zweifel die tollste Stadt Deutschlands ist war München richtig schön. Die kleinen Gassen und Lädchen, der Viktualienmarkt, die super freundlichen und größtenteils stilbewussten Münchner und der Akzent, ... sind definitiv mal wieder einen Besuch Wert gewesen! :)


Denise